Längst kein Geheimtipp mehr, sondern ein echter Fixpunkt im Terminkalender: Ein Mal im Jahr dürfen wir unsere automobilen Schätze in diesem herrlichen Schloss-Ambiente präsentieren.
Nach Tagen mit usseligem Schietwetter war die goldene Oktober-Sonne ein gern gesehener Ehrengast!

Schnell füllten sich Innenhof und die große Wiese hinter dem Schloss. Eine bunte Mischung herrlicher Fahrzeuge und gutgelaunte, fröhliche Menschen drumherum – beste Voraussetzungen für einen großartigen, entspannten Tag unter Gleichgesinnten.

Und hinter allem und jedem verbirgt sich eine Geschichte, die es zu entdecken lohnt. Unmöglich hier alle zu erzählen… but let’s start!
Der äußerst gepflegte, rote Ascona gehört Klaus und Britta. Zu gleichen Teilen, wie die Beiden uns lachend versicherten, denn damals beim Kauf hatten sie zusammengelegt. Wem nun welche Hälfte gehört scheint unklar. Britta augenzwinkernd: Sie bekäme die Fahrerhälfte leider nur selten!
Ihr Klaus wollte nach bestandenem Führerschein eigentlich den Taunus seiner Eltern fahren. Doch bevor es dazu kam, hatte sein 3 Jahre älterer Bruder diesen leider zu Schrott gefahren. Danach haben die Eltern sich einen niegel-nagel-neuen Kadett gekauft. Mit dem durfte der Klaus aber auch nicht fahren – war ja schließlich ein Neuwagen!

Viele Jahre frönten Klaus und Britta dann ihrer Leidenschaft, dem Motorradfahren. Nachdem Britta nicht mehr auf zwei Rädern fahren konnte, wurde der Ascona angeschafft. Sie brauchten unbedingt ein Hobby, das nach Benzin riecht!
Inzwischen sind die Beiden sehr rührig in der Szene: Mit einer kleinen Runde von Gleichgesinnten veranstalten sie regelmäßig Oldtimer-Rundfahrten zugunsten der Krefelder Tafel. www.charity-trophy.de

Vom ersten Tag an in Familienbesitz – welches Auto kann das schon von sich behaupten! Auf diesen wunderbar authentischen Taunus von 1966 trifft das jedenfalls zu, aber sowas von! Danke an Sigrun und Thomas für das nette Gespräch.
Auch dieser flotte Capri ist schon sehr lange in einer Hand. Er fand seine Heimat vor 38 Jahren in Duisburg. Okay, wie so oft gab es zwischendurch mal eine ausgiebige Ruhepause (Beruf, Kinder, Familie). Dann aber kam die Leidenschaft zurück.
Das gute Stück wurde reaktiviert, will sagen: Repariert, ausgetauscht, teils neu aufgebaut. Als Teile-Spender diente ein eigens dafür angeschafftes, baugleiches Modell. Geschraubt wurde in Eigenregie – gelernt ist schließlich gelernt!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beide haben viel Spaß daran mit ihrem Schmuckstück „on Tour“ zu sein. Kürzlich erst wurde die Gegend rund um den Gardasee unsicher gemacht.
Wo stecken Moni und Ingo bloß…?

Wir hatten das sympathische Paar einst an der Krefelder Rennbahn kennengelernt. Hinter ihrem riesigen Ranger könnte sich der Lotus glatt verstecken!
Lust auf eine Prise „Ranger-Humor“?


Übrigens: Gefunden haben wir die Beiden dann auch noch!

So viel stilvolle Eleganz – dieses Modell muss einfach aus Paris kommen!
Die Autorin gesteht, selbst ein Faible für schöne Hüte zu haben.
,,Ja stimmt!“ – bestätigte die junge Dame mit einem strahlenden Lächeln.
Gemeinsam mit ihrem Mann ist die junge Dame stolze Besitzerin der beiden kleinen „Knutschkugeln“… s. unten.
Kaum zu glauben, aber wahr: Die beiden Smarts gehen stramm auf den Oldtimerstatus zu!

Die Schmuckstücke sind von 2003 bzw. 2006. Leider gilt die Ersatzteilversorgung schon heute als schwierig, weil einfach nicht genügend nachproduziert wird.
Bärbel und Walter gehört dieser traumhaft schöne „Frosch“ alias Austin-Healey-Sprite. Seit zehn Jahren ist er bei ihnen und wird heiß geliebt! Wenn das Wetter passt sind die Beiden viel unterwegs und begeisterte Teilnehmer von Veranstaltungen rund um altes Blech.

Im Vertrauen: Bärbel hat ihren Mann in Verdacht, den Anfahrtsweg zu den jeweiligen Treffen bewusst und künstlich zu verlängern – heimlich natürlich!
Anmerkung der Autorin: Da wird er wohl nicht der/die Einzige sein 😉

Der kleine Kerl ist Bärbel und Walter quasi vor’s Auto gehüpft – beim Erdbeerpflücken irgendwo in Norddeutschland. Heimatlos und auf der Suche nach einem neuen Zuhause wurde er, nach Entrichtung einer Schutzgebühr, adoptiert, ist immer dabei und hört auf den Namen „Erdbeer-Frosch“.

Er hat uns seine Geschichte (noch) nicht erzählt…!

Die Reihen begannen sich allmählich zu lichten und auch wir waren schon „auf dem Sprung“, als noch etwas ganz Besonderes geschah:
Wolfgang und Stefan begrüßten uns freundlich und baten um Erlaubnis, den Lotus anfassen zu dürfen. Schnell wurde klar, worum es ging: Wolfgang ist blind und wurde heute von Stefan, seinem Behinderten-Assistenten, begleitet.
Natürlich durfte er!!
Begeistert ertastete sich Wolfgang ein Bild vom Lotus und erkundigte sich eingehend danach. Währenddessen erzählte Stefan, dass der autobegeisterte Wolfgang auch schon einmal in einem Lotus Exige gesessen habe – mit Hilfe natürlich.
Ich war beeindruckt. Das Ein- und Aussteigen in einen Exige ist echt schwierig! Spontan lud ich Wolfgang ein, in unserem Lotus Platz zu nehmen.
Ein kurzer Moment ungläubigen Staunens, dann lagen Rucksack, Taschen und Jacken im Gras und Stefan half seinem blinden Freund ins Auto. In aller Ruhe erfühlte Wolfgang vorsichtig den gesamten Innenraum. Das kleine lederbezogene Lenkrad, die Bedienelemente am Armaturenbrett, Mitteltunnel und Sitze, die flache Frontscheibe, Mike’s alter Fahrerhelm.
Mit Stefan’s Unterstützung klappte auch das Aussteigen problemlos. Eine gute Weile standen wir noch in der warmen Abendsonne beisammen und erzählten.
Selten habe ich so selig strahlende Augen gesehen!
Zum Abschied gab es dann dicke, herzliche Drücker für alle. „Alles Gute und auf bald, Wolfgang!“
Ein berührendes und unvergessliches Erlebnis – auch für uns. Wie wenig es doch braucht, um jemanden glücklich zu machen!

An dieser Stelle ist es – wie immer – Zeit Danke zu sagen. Er gilt den Organisatoren und allen fleißigen Helfern vor Ort und hinter den Kulissen.
Danke für einen wunderbaren, stimmungsvollen Tag an diesem herrlichen Ort!
Wir freuen uns auf Cars & Castle 2027!






































































































